Barbara Martig-Tüller

Gesang
© Caspar Martig
© Caspar Martig

Barbara Martig-Tüller ist in Bern geboren, hat dort nach Schulabschluss Gesang studiert und mit einem Solistendiplom (mit Auszeichnung) abgeschlossen.

Bereits früh eignete sie sich ein umfangreiches klassisches Lied- und Konzertrepertoire an und begann so ihre Karriere in zahlreichen Lieder-Rezitals, Oratorien- und Kirchenkonzerten in ganz Europa. Ihr Repertoire reichte von mittelalterlicher Musik, wie der Bordesholmer Marienklage aus dem 15. Jh., zu Monteverdi, Schütz, Bach (alle Passionen, viele Kantaten und Messen), Händel: Messias, Samson, Haydn: Schöpfung, Jahreszeiten, Messen, Mozart: Requiem, c-moll-Messe, kleine Messen, Litaneien, Exsultate jubilate, Beethoven: C-dur-Messe, Missa solemnis, Schubert: Lazarus, Bruckner: Te Deum, Messen, Mendelssohn: Elias, Paulus, Lobgesang, Brahms: Requiem, Verdi: Requiem, Rossini: Stabat Mater, Petite Messe solenelle, Frank Martin: Vin herbé, In Terra Pax, Liszt: 23. Psalm, W. Burkard: Gesicht Jesajas, Magnificat, F. Poulenc: Gloria, Pergolesi: Stabat Mater, B. Britten: War Requiem, A. Schönberg: Jakobsleiter, A. Berg: Altenberg-Lieder, 7 Frühe Lieder und andere zeitgenössische Werke.

In den 1970er Jahren begann sie ebenfalls Oper zu singen, immer als Gast. Als erstes die Agathe im Freischütz bei der Aargauer-Oper, später im Berner Stadttheater die Rolle der Blanche in Die letzte am Schafott von F. Poulenc und gleichzeitig die Pamina in der Zauberflöte, ebenfalls in Bern Martha von Flotow, Elvira in Don Giovanni, heilige Margarete in Honeggers Jeanne d’Arc au bûcher (eine Stadttheater Produktion im Berner Münster), die Dame in Cardillac von P. Hindemith, Lady Billows in Albert Herring von B. Britten sowie in Brittens Owen Wingrave. Ausserhalb von Bern war Barbara Martig-Tüller als Musica und Messaggiera in Monteverdis L’Orfeo, in den Mozart- Opern: Elvira in Don Giovanni, Vitellia in La clemenza di Tito sowie Elettra in Idomeneo zu erleben. Zudem stand sie in H. Sutermeisters Schwarze Spinne, O. Schoecks Fischer un syner Fru sowie F. Poulencs La voix humaine auf der Bühne.

Barbara Martig-Tüller sang regelmässig an allen Radiostationen der Schweiz in direkt ausgestrahlten Konzerten und Aufnahmen, sowie Rai Turin oder Südwestfunk, in Moskau, Dresden, Halle, Paris. Ihre ständigen Liedbegleiter waren Mario Venzago, Tom Bollen, Gerardo Vila, Hans Walter Stucki u. a. Sie arbeitete mit einer Vielzahl von Dirigenten zusammen, darunter Rudolf Barshai, Roderick Brydon, Mario Venzago, Antal Dorati, Francis Travis, Diethard Hellmann, Eberhard Kloke, Michael Beuerle, Räto Tschupp sowie Miguel A. Gomez-Martinez.

Ende der 1980er Jahre begann Barbara Martig-Tüller mit Anfängern und Berufssänger*innen Gesang zu unterrichten. Später begleitete sie reife Berufssänger auf der Schwelle einer internationalen Karriere als Coach an verschiedene grosse Opernhäuser wie Berlin, Hamburg, Paris, Lyon und New York. Ausserdem leitete sie aus eigener Initiative mit Hilfe des Theaters unter Philippe de Bros in Vevey und dem Bürgermeister von Vevey während drei Jahren einen wöchigen Opernkurs mit Dirigent R. Brydon, Franćois Rochaix und zwei Pianisten. In Baden leitete sie während fünf Jahren eine Woche im Mai einen Meisterkurs und war künstlerische Leiterin von Kammerkonzerten. Ab 2001 in einem Kulturforum in Bern organisierte sie Konzerte mit ehemaligen Musiker-Freunden und sang selbst jedes Jahr ein Rezital wie die Winterreise von Schubert im Urtext. Mit Robin Adams Klavierimprovisation im Konzert und Aufnahme 2024: 8 Roeseligarten-Lieder.

© Caspar Martig
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Zu sehen in

Oper

La traviata

Tickets
 CHF 10 - 150