Josephine Korda
Die britische Dirigentin Josephine (Fifi) Korda ist seit September 2024 „Cheffe-en-residence“ an der Opéra de Paris, und Hauptgewinnerin des Neeme-Järvi-Preis der Gstaad Festival Conducting Academy 2025. Bekannt für ihre einfühlsame und ausdrucksstarke Klanggestaltung sowie ihre fantasievolle Probenarbeit, die auf einer tiefgehenden Analyse der Partitur basiert, etabiliert sie sich derzeit als Dirigentin mit einer gleichermaßen fundierten Präsenz in den Bereichen Oper, Ballett und sinfonisches Repertoire.
Ihr Debüt gab sie im Juni 2025 bei Opera Holland Park (Jonathan Doves Itch). Zuvor nahm sie 2024 am Programm für zeitgenössisches Dirigieren der Lucerne Festival Academy teil, war 2022/23 Dirigier‑Stipendiatin bei Opera North und 2020/21 Assistentin an der Opéra de Massy. 2024 debütierte sie beim Northern Ballet mit Romeo and Juliet und kehrt im Dezember 2025 für Der Nussknacker zurück. In der Saison 2025/26 arbeitet sie an Neuproduktionen von Nixon in China und Eugen Onegin an der Opéra de Paris; durch den Neeme‑Järvi‑Preis erhielt sie Einladungen, in der Saison 2026/27 vier deutsch‑schweizerische Orchester zu dirigieren.
Sie studierte Komposition und Dirigieren an der École Normale de Musique de Paris (Diplome bei Dominique Rouits, Julien Masmondet und Régis Campo), setzte 2022 ihr Studium im zeitgenössischen Repertoire am Conservatorio della Svizzera Italiana bei Arturo Tamayo fort (Certificate of Advanced Studies) und schloss 2024 ein Masterstudium im Dirigieren am Royal Northern College of Music bei Mark Heron und Clark Rundell ab, wo sie mit dem Mortimer Furber Prize ausgezeichnet wurde. Zuvor erwarb sie einen Bachelor mit Auszeichnung in Musik an der University of Oxford.
Ergänzend besuchte sie Meisterkurse bei Jaap van Zweden, Marin Alsop, George Benjamin, Jorma Panula, Sir Mark Elder und Antony Hermus. Aufgewachsen in London in einer Künstlerfamilie, lebt sie in Paris; in ihrer Freizeit bearbeitet sie barocke Arien für ungewöhnliche Besetzungen und wandert in der Auvergne.