«Hamlet» und «La Traviata», oder doch auch «Mogli» und die Erzählungen von Adelheid Duvanel? Hodler … ?
Gehören Hamlet und La Traviata heute noch zwingend aufgeführt, oder sollten sie durch Lion King und Tschick ersetzt werden? Was fehlte ohne Mogli und die Erzählungen von Adelheid Duvanel? Reichen Alte Meister und die Jungen Wilden, oder braucht es Platz für El Anatsui und Marina Abramovic?
Auf diesem interdisziplinären Podium stellen wir zahlreiche Fragen: Was bedeutet «Kanon», und für wen? Was gehört immer (wieder) aufgeführt, gezeigt und erklärt? Welche Stimmen, welche Werke fehlen? Wie bildet sich kulturelles Erbe, und wie gehen Institutionen mit Forderungen nach Öffnung und Erweiterung dieser Begriffe um? Welche Verantwortung übernehmen wir gegenüber Menschen und Gemeinschaften, zu deren Erbe und Kontext die Objekte und Geschichten gehören? Wann wird aus einer Sammlung eine Geschichte von Beute, Macht und Aneignung?
Nach human remains im Mai 2026 diskutieren wir auch in der zweiten Veranstaltung der Kooperation zum Thema «Beute» mit Vertreter*innen aus Museen, Theater und Forschung.
Kooperation mit dem Institut für Kunstgeschichte der Universität Bern im Rahmen des vom Schweizerischen Nationalfonds finanzierten Forschungsprojekt «Inheritance of Looting. From Medieval Trophies to Modern Museums».