Jean-Philippe Guilois
Jean-Philippe Guilois entdeckte seine Liebe zum Tanz 1992 im Centre de Danse Sportive in Rouen. Drei Jahre später wurde er französischer Meister im Lateinamerikanischen Tanz und französischer Vizemeister im Standardtanz. 1997 trat er in die École nationale de l’Opéra de Paris ein, wo er vier Jahre lang ausgebildet wurde. Im Jahr 2002 schloss er sich Rudra Béjart an und wirkte in mehreren Aufführungen und internationalen Tourneen mit.
Sein professionelles Debüt gab er mit der Compagnie Buissonnière in Parce que je t’aime, aufgeführt im Théâtre de Vidy in Lausanne. Neben seiner Karriere als Tänzer arbeitete er als Bühnenmanager und später als Regieassistent für verschiedene Opernproduktionen, insbesondere für die Opéra de Lausanne, das Opernfestival von Avenches und mehreren internationalen Opernhäusern.
Jean-Philippe Guilois choreografierte My fair Lady (Opéra de Marseille), Un ballo in maschera (Nancy, Maastricht, Nantes) sowie mehrere Produktionen in Lausanne, darunter L’Auberge du Cheval Blanc, Eugen Onegin, Pinocchio und L’Île de Tulipatan. Ausserdem verantwortete er Choreografien für Bern, Lyon, Saint-Étienne und die Bayerische Staatsoper.
Seit 2021 widmet er sich der Regie, insbesondere bei Dédé und Nabucco in Lausanne sowie bei mehreren Produktionen für das Festival La Voix des Forges und die Opéra national du Rhin.
In der Spielzeit 2025/26 zeichnet er bei Bühnen Bern für die Choreografie der Uraufführung von L’Agamennone verantwortlich.