A walk to myself

Videowalk von und mit Firas Shamsan

Bern durch die Augen des aus dem Jemen geflüchteten Filmers, Bloggers und Fotografen Firas Shamsan erleben: Mit Smartphone und Kopfhörern geht es auf einen Stadtrundgang, auf dem Firas Shamsan von seinem Alltag, von Neuanfang und Zukunftswünschen und von grossen geografischen und mentalen Schranken erzählt.

Startpunkt: Eingang Stadttheater am Kornhausplatz.
Der Eintritt ist frei.
Firas Shamsan wird an den folgenden vier Terminen den Walk persönlich begleiten: 
Montag, 16. Mai
Freitag, 3. Juni 
Dienstag, 21. Juni, jeweils um 18:00 Uhr.
Hinweis: Für Menschen die kein Smartphone bzw. keine Kopfhörer besitzen, werden an der Billettkasse Geräte zur Verfügung gestellt.

Der Videowalk bleibt bis Anfang Juli verfügbar.

Der Blogger, Filmer und Fotograf Firas Shamsan ist in Jemen aufgewachsen. Dank des Programms «Writer-in-Exile» des Autorenverbandes Pen-Zentrum, lebt er seit Anfang 2019 in Bern. Firas Shamsan kämpfte in seinem Heimatland für mehr Kultur statt Waffen. Dann musste der Friedensaktivist, Blogger, Journalist und Autor flüchten. Statt in der Freiheit landete er 2014 in einem der berüchtigten ägyptischen Foltergefängnisse. Schwer gezeichnet ging er zurück nach Jemen, von wo er nach kurzer Zeit erneut fliehen musste. Auf der Flucht über Jordanien nach Malaysia erlebte er brutale Gewalt. Trotzdem publizierte er seine Geschichten und seine Kritik an der Gewaltverherrlichung in Jemen.

2019 erhielt er das erste ICORN-Stipendium der Stadt Bern. Dieses Netzwerk gibt Menschen, die wegen fehlender Meinungsäusserungsfreiheit aus ihrer Heimat flüchten müssen, eine Zufluchtsmöglichkeit. 2021 bat er in Bern um Asyl, mittlerweile lebt er mit einer B- Bewilligung in Bern.

«A Walk to Myself» ist eine Zusammenarbeit von geflüchteten Menschen und Theaterschaffenden. In diesem Videowalk denkt Firas Shamsam laut über seinen Alltag nach. Dabei spielt sein Handy immer eine zentrale Rolle: Als Speicher für Fotos, Videos und Dokumente, aber auch als Informationsquelle und Hilfsmittel für unterwegs. Indem über die Beziehungen zwischen elektronischen Bildern, Wunschvorstellungen und gegenwärtigen Realitäten nachgedacht wird, entsteht eine komplexe Untersuchung über Erinnerungen, Hoffnungen und blinde Flecken in Zusammenhang mit aktuellen Fragen nach globalen virulenten Themen wie Menschrechte und Privatsphäre.

ÜBER DIE PROJEKTBETEILIGTEN

Von und mit Firas Shamsan, Barbara Weber, Diana Rojas-Feile, Michael Sauter, Bülent Zengin und anderen. Das Projekt wird in allen Phasen der Arbeit unter vollem Einbezug von Personen mit Fluchthintergrund entwickelt.  Eine Produktion von «volldabei und vollaufgeklärt» der Berner Rechtsberatungstelle für Menschen in Not, in Kooperation mit Transit Productions, dem Festival about us! Zürich, Bühnen Bern, Theater Basel, Kulturhaus Helferei Zürich, isa-Fachstelle Migration Bern, UNHCR Schweiz und Lichtenstein.

«volldabei und vollaufgeklärt» initiiert und forscht im Rahmen von verschiedenen partizipativen Projekten an einem künstlerischen und reflektierten Diskurs zu Migration und Flucht.

Mit Dank an die Cassinelli-Vogel-Stiftung und die Burgergemeinde Bern