Aimard spielt Bartók. ­Aimard | Zilias

Bis zuletzt arbeitete er daran, doch die Schlusstakte blieben unvollendet: Béla Bartóks drittes Klavierkonzert ist Abschluss seines Schaffens und gleichzeitig Abbild seiner kompositorischen Lebenserfahrung. Sphärische Choralklänge, Bach’scher Kontrapunkt, komplexe Rhythmen und eine geläuterte Inszenierung des Soloparts durchdringen dieses Opus ultimum auf zutiefst berührende Weise. Ganz zur Sternstunde wird dieser Schwanengesang unter den Händen des fraglos berühmtesten Virtuosen für zeitgenössische Klaviermusik: Pierre-Laurent Aimard, Schüler Messiaens und Weggefährte berühmter Komponisten von Boulez bis Stockhausen ist eine Legende zu Lebzeiten. Und mehr noch: Mit Henzes Manon Lescaut-Vertonung Boulevard Solitude führt Stephan Zilias das BSO durch einen Klassiker der Moderne, in dem unterschiedlichste Genres von Bach bis Jazz aufgegriffen werden. Der junge, erst kürzlich nach Hannover berufene Maestro gehört zu den vielversprechenden Jungstars am deutschen Dirigentenhimmel. Robert Schumanns schmerzlich-schöne C-Dur-Symphonie krönt diesen überaus spannenden Konzertabend.  

Hans Werner Henze (1926 – 2012)
Symphonic Interludes aus Boulevard Solitude (1950/51) (15')

Béla Bartók (1881 – 1945)
Klavierkonzert Nr. 3 Sz. 119 (1945) (23')

Robert Schumann (1810 – 1856)
Symphonie Nr. 2 C-Dur op. 61 (1845/46) (38')

Konzerteinführung

David Zürcher
Do 23. Sep 2021, 18:30
Fr 24. Sep 2021, 18:30
Casino Bern, Salon Bernois