Der talentierte Mr. Ripley

nach dem Roman von Patricia Highsmith

Jung und begabt, aber arm und unterprivilegiert: Die Grande Dame unter den Krimiautor*innen brachte wohl keiner ihrer Figuren mehr Sympathien entgegen als Tom Ripley. Über insgesamt fünf Bücher lässt Patricia Highsmith ihren Antihelden entkommen, mit immer neuen Haken, Schauspieltricks und Spiegelfechtereien. Toms Waffe ist seine Intelligenz, und das Glück bleibt stets auf seiner Seite – ebenso wie das Publikum. Von einem reichen Amerikaner wird er nach Europa geschickt, um dessen Sohn Dickie zurück in den Schoss der Familie und vor allem in die Firma zu holen. Doch die Geschichte geht anders aus. Tom setzt sich an die Stelle Dickies. Nötig ist dafür lediglich ein Mord. Die Amerikanerin Patricia Highsmith, die im Januar 2021 ihren 100. Geburtstag gefeiert hätte, las schon mit acht Jahren Berichte über Kleptomanen, Pyromaninnen, Serienmörder und war überzeugt: «Nicht jeder wird ein Mörder, aber gänzlich ausgeschlossen ist es nie.»
Die Inszenierung wird den neu gestalteten Tresorplatz einweihen und von dort aus als mobile Produktion unterwegs sein: zuerst an drei aufeinander folgenden Tagen auf dem Tresorplatz, im Quartierzentrum im Tscharnergut und im Hotel Bellevue Palace Bern, und danach hoffentlich an weiteren Orten in der Stadt und im Kanton.

«Es war wie das endlose Warten auf den Beginn einer Vorstellung, auf das Hochgehen eines Vorhangs.»