Die schmutzigen Hände

Schauspiel von Jean-Paul Sartre

Im fiktiven Staat Illyrien schliesst sich der Intellektuelle Hugo der Kommunistischen Partei an, um mit seiner bürgerlichen Herkunft zu brechen und endlich etwas ‹Praktisches› zu tun. Sein Idealismus ist grenzenlos und so scheint er genau der Richtige für eine delikate Mission: Er soll Parteisekretär Hoederer töten, der einen Pakt mit den konservativen Kräften geschlossen hat. Hugo heuert als Hoederers Sekretär an und zieht mit seiner Freundin Jessica in dessen Haus ein. Doch statt sogleich zur Tat zu schreiten, beginnt der junge Idealist plötzlich zu hadern. Politisches und Privates verschmelzen. Hugo ist von Hoederer fasziniert. Er sucht die Anerkennung des charismatischen Machtmenschen, der auch mal bereit ist, sich die Hände schmutzig zu machen und Kompromisse einzugehen, während Hugo beharrlich seine hehren Prinzipien beschwört.

Sophia Aurich inszeniert nach Jemandland und Orest erneut für Konzert Theater Bern. Sie befragt Sartres kluges Polit-Drama nach seiner heutigen Relevanz. Braucht jede politische und gesellschaftliche Veränderung pragmatische Zugeständnisse? Ist Idealismus überhaupt sinnvoll in unserer komplexen Zeit? Und wo vermischen sich private und politische Motive des Handelns?

Dauer:
1 h 50 min, keine Pause

© Florian Spring
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«Regisseurin Sophia Aurich trimmt Jean-Paul Sartres 70 Jahre altes Stück «Die schmutzigen Hände» mit wenigen Eingriffen zu verblüffender Aktualität.»

Der Bund