Leuchte, alter Mond, leuchte

frei nach dem Märchen «Der kleine Häwelmann» von Theodor Storm

Draussen wird es dunkel, nur der Mond scheint noch durchs Fenster. Höchste Zeit, ins Bett zu gehen. Aber wieso schlafen, wenn man noch gar nicht müde ist und in der Nacht die schönsten Abenteuer erleben könnte? Beim Vorlesen aus dem dicken Märchenbuch sind die Eltern längst eingeschlafen und schnarchen um die Wette. Doch das Kind ist hellwach. Kurzerhand verwandelt es sein Bett in ein Luftschiff, fliegt erst ein paar Testrunden durchs Zimmer und dann durchs Schlüsselloch hinaus in die Welt. Über die Strassen, am Kirchturm vorbei, über die Wiesen, durch den Wald und bis in den Himmel hinein. Alles ist anders in der Nacht, wie verwandelt. Und so trifft das Kind auf sprechende Wasserspeier, nachtaktive Tiere, tanzende Sterne und viele weitere fantastische Gestalten. Eine märchenhafte Reise durch die Nacht, ein magisches Abenteuer für alle kleinen und grossen Sternfahrer*innen.

Die Vorstellung findet als «Relaxed Performance» statt. Das Konzept von «Relaxed Performances» (entspannte Vorstellungen) entstand im englischsprachigen Raum.
Das Angebot richtet sich an alle, die sich in einer aufgelockerten und sensorisch entspannten Atmosphäre wohler fühlen.

 - Die Besucher*innen werden im Vorhinein spielerisch auf die Performance und die Geschichte eingestimmt und aktiv eingebunden.

 - Der Einlass findet frühzeitig statt, um sich auf die Atmosphäre und Gegebenheiten des Raumes einstellen zu können.

 - Die Besucher*innen können ihren Platz frei wählen, es stehen verschiedene Sitz- und Liegevarianten im Raum zur Verfügung.

 - Die Besucher*innen können sich während der Vorstellung bewegen und den Platz wechseln.

 - Plötzliche Lichtwechsel und absolute Dunkelheit werden in der Performance vermieden. Da es in der Geschichte um den Unterschied von Tag und Nacht geht, werden in gemeinsamer Absprache die Polaritäten von Hell und Dunkel erkundet.

 - Nach der Vorstellung können sich die Besucher*innen noch eine Weile im Raum aufhalten, sich umsehen, die Gegenstände berühren und mit den Performer*innen ins Gespräch kommen.

© Zoé Clémence
© Zoé Clémence
© Zoé Clémence
© Zoé Clémence
© Zoé Clémence
© Zoé Clémence

«Mach mir die Tür auf! Ich will durch die Stadt fahren; alle Menschen sollen mich fahren sehen.»