Menschenrecht und Migration

Podiumsdiskussion

Die Flüchtlingsfrage ist von brennender Aktualität. Auf die Ukraine fallen russische Bomben, der Strom der Fliehenden fordert uns heraus. Daniel Binswanger (republik.ch) moderiert eine Podiumsdiskussion rund um die Frage, wie der Diskurs zu den Themen Flucht und Migration heute geführt werden kann. Angesichts des Ukraine-Krieges, aber natürlich auch darüber hinaus mit Bezug auf alle Geflüchteten und alle Schutzsuchenden.

Wie ist angesichts der heutigen Notlage eine sachliche Meinungsbildung möglich? Wie können wir erreichen, dass die Solidaritätsbewegung nachhaltig bleibt? Und welche Lehren sind zu ziehen für unseren allgemeinen Umgang mit Flüchtenden – für die universellen Werte, denen wir uns verpflichtet fühlen? Es stellen sich zahlreiche sehr grundsätzliche Fragen.

Anwesend sein werden folgende Gäste:

Marie-Luisa Frick ist habilitierte Philosophin und arbeitet an der Universität Innsbruck, ihre Forschungsfelder sind Rechtsphiliosphie und politische Philosophie. Zuletzt ist das vielbeachtete Buch «Mutig denken. Aufklärung als offener Prozess» von ihr erschienen.

Natalya Michel ist in der Ukraine in Kharkiv geboren, besuchte dort die Schule und schloss ein Studium in Betriebswirtschaft ab. Seit zwanzig Jahren lebt sie mit ihrer Familie hier in der Schweiz. Sie steht kurz vor dem Masterabschluss in Rechtswissenschaften und ist aktuell tätig als Verfahrensbegleiterin im Schutzverfahren für ukrainische Kriegsflüchtlinge.

Nora Refaeil ist Anwältin und Mediatorin. Sie ist Vizepräsidentin der Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus und auch im Vorstand Institut Neue Schweiz.

Roger de Weck
Der Bestsellerautor und Podcaster ist Gastprofessor am College of Europe in Brügge. Er war SRG-Generaldirektor, Präsident des Stiftungsrats des traditionsreichen Graduate Institute of International and Development Studies in Genf, Chefredaktor von «Die Zeit» und «Tages-Anzeiger». Seit 2021 ist er im Vorstand des Vereines SOS MEDITERRANEE.

Daniel Binswanger (Moderation) ist ein Schweizer Journalist und hat in Paris, London und Berlin Philosophie und Literaturwissenschaften studiert. Von 2004 bis 2006 war er von Paris aus für «Die Weltwoche» tätig, ab 2007 war er Paris-Korrespondent des Tages-Anzeigers. Für «Das Magazin» arbeitete er bis Ende 2017, seit 2018 schreibt er für das Online-Magazin «Republik» als Co-Leiter des Feuilletons.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation zwischen Bühnen Bern und der Rechtsberatungsstelle für Menschen in Not, die sich für den Rechtsschutz von Asylsuchenden engagiert.