Rose Bernd

von Gerhart Hauptmann

Rose versucht, es allen recht zu machen. Aber sie will sich nicht zufrieden geben mit dem Platz, den die Gesellschaft ihr zugewiesen hat. Sie will lieben und geliebt werden. Doch sie wird verführt, verkuppelt, vergewaltigt, verstossen und schliesslich fast verrückt an Verhältnissen, die nicht zu ändern sind. Der Prozess einer 25-jährigen Kindsmörderin, dem Gerhart Hauptmann im Jahr 1903 als Geschworener beiwohnte, hat ihn nicht mehr losgelassen. In Rose Bernd zeigt er eine Welt, in der jeder seine Haut rettet, und eine Tragik, die keine einzelnen Schuldigen kennt – nur ein Leben, das kaum zu meistern ist. Mit dieser Übernahme vom Schauspiel Bochum stellt sich der neue Schauspieldirektor Roger Vontobel dem Berner Publikum vor. Die Frankfurter Neue Presse schreibt über die Inszenierung: «Roger Vontobels mitleidvolle Sicht auf Rose Bernd ist grandios. […] Hingehen, Mitleiden und – Taschentücher nicht vergessen.»

Live-Musik: Traktorkestar
Übernahme vom Schauspielhaus Bochum

Die Vorstellungen am Sonntag, 20.02.2022, 18:00 und Samstag, 26.02.2022, 19:30 werden mit Audiodeskription angeboten. Billette können Sie in allen Kategorien buchen. Leihgeräte können an der Kasse abgeholt werden oder Sie benutzen Ihr eigenes Smartphone mit der Mobile connect App.

Dauer:
2 Stunden, ohne Pause

Einführungstext von Dramaturgin Felicitas Zürcher


TW: Die Inszenierung enthält Schilderungen von sexualisierten Gewalthandlungen.

© Arno Declair
© Arno Declair
© Arno Declair
© Arno Declair
© Arno Declair
© Arno Declair
© Arno Declair
© Arno Declair

«Wie verstörend aktuell das Stück also ist, ohne dass es für die heutige Zeit zurechtgebogen werden müsste – diese Erkenntnis ist auch das Bestechende an der Inszenierung von Roger Vontobel.»

Lena Rittmeyer, Der Bund

«Roger Vontobels Wagnisse haben sich gelohnt: Der Goldregen und der als Kunstsprache anmutende Dialekt schaffen eine dem Alltag entrückte, ganz eigene Welt. Die ist nicht weniger grausam als die tatsächliche, und auch die Muster darin sind dieselben.»

Flavia von Gunten, Berner Zeitung