Schostakowitsch meets Sibelius. Debargue | Raspanti | Sanderling

8. Symphoniekonzert

In der gegenwärtigen Situation eines Krieges in Europa, war es uns ein Bedürfnis, zu Beginn des Konzertes ein musikalisches Statement abzugeben. Daher haben wir uns bewusst dazu entschieden, mit einem sehr sensiblen und nachdenklichem Stück zu eröffnen, nämlich mit Barbers Adagio for Strings.

Vielfach hat sich Michael Sanderling bereits in die Herzen des Berner Publikums gespielt, und auch Dmitrij Schostakowitsch spielte dabei eine zentrale Rolle. Hier ist es nun also das wunderbare Opus 35, dem sich der Berliner Dirigent widmet, diese überschäumende Konzertpersiflage, in der immer alles anders kommt, als man es erwartet: ein fast zum Schlagwerk mutierendes Klavier, die unerwartet hinzutretende Trompete, dazu Gassenhauer, Walzer, Jazz und Klassikzitate – ein Werk, das Heiterkeit, Witz und Geist versprüht. Den Klavierpart übernimmt der junge Franzose Lucas Debargue, dessen steile Karriere genauso aussergewöhnlich ist wie seine solistische Aufgabe in diesem Konzert. Unterstützt wird er von Milko Raspanti, seines Zeichens Solotrompeter des BSO. Für den krönenden Abschluss sorgt Sibelius’ zweite Symphonie.  Diese populär gewordene Sinfonie wurde zeitweise auch die „Sinfonie der Unabhängigkeit“ genannt.

Konzertprogramm

S. Barber (1910 – 1981)
Adagio for Strings (1938) (9’)

Dmitrij Schostakowitsch (1906 – 1975)
Konzert für Klavier, Trompete und Streichorchester c-Moll op. 35 (1933) (22')

Jean Sibelius (1865 – 1957)
Symphonie Nr. 2 D-Dur op. 43 (1900–02) (45')

Konzerteinführung

Jonathan Inniger
Do 10. Mrz 2022, 18:30
Fr 11. Mrz 2022, 18:30
Casino Bern, Salon Bernois