Side-by-Side

3. Familienkonzert

Hautnah, Seite an Seite und mittendrin! Auch dieses Jahr laden die Musiker*innen des Berner Symphonieorchesters zu einer direkten Mitspielmöglichkeit für Jugendliche ein: Sie begleiten die Jugendlichen bei der Einstudierung und spielen side-by-side, das heisst jeweils zu zweit – ein BSO-Mitglied und ein Gast – an einem Notenpult. Neben der Musik kommt auch das Auge nicht zu kurz: Vier Schulklassen kreieren – inspiriert von Dvořáks Neunter Symphonie – Kunstwerke, die am 29. Mai auf der Leinwand im Casino Bern erstrahlen.

Dirigiert wird dieses Konzert von Thomas Rösner.

Als ich als junger Dirigent zum ersten Mal die Meistersinger Ouvertüre mit einem Orchester geprobt habe, hat mich die Fülle und Schönheit des Klangs überwältigt. Es ist eines, ein solches Werk im Publikum zu hören, und etwas anderes, mittendrin zu sitzen und selbst Teil dieses Klanges zu sein.
Ich habe diesen Moment nie vergessen und daher diese Ouvertüre ausgewählt, um sie heute bei diesem besonderen Konzert zu spielen. 
Es ist eine seltene und grossartige Gelegenheit, dass so viele junge Musiker*innen side-by-side neben den „Profis“ in einem hervorragenden Orchester wie dem Berner Sinfonieorchester spielen!  Für mich als Dirigenten ist der Enthusiasmus, das Talent und die Freude dieser jungen Menschen beim Musizieren dabei auch eine grosse Bereicherung.

Programmatisch stellt für mich die Meistersinger Ouvertüre von Wagner die „alte Welt“, das romantische Bild deutscher Musik des 19. Jahrhunderts dar. Sie ist somit für mich die ideale Ergänzung zu Dvoraks "Sinfonie aus der Neuen Welt“, die während seines Aufenthalts in den USA entstand, und bei der sich Dvoraks von amerikanischen Einflüssen inspirieren liess. Die Prägnanz und eingängige Melodik haben sie zur vielleicht populärsten Sinfonie des 19. Jahrhunderts gemacht. 
Ich wünsche mir, dass die überbordende Energie dieser beiden Werke  auf alle im Publikum -jung wie junggeblieben- überspringen möge!

Konzertprogramm

Richard Wagner (1813 – 1883)
Vorspiel zu Die Meistersinger von Nürnberg (1862) (10')

Antonín Dvořák (1841 – 1904)
Symphonie Nr. 9 e-Moll op. 95 «Aus der Neuen Welt» (1893) (50')