Es ist das altbekannte Drama von Liebe und Eifersucht. José ist unfähig, den freiheitlichen Geist seiner Geliebten zu akzeptieren. Eifersucht bestimmt sein Denken und sein Handeln. Carmen folgt ihrem eigenen moralischen Kompass. Es ist nicht nur José, den sie damit gegen sich aufbringt. Die Figur der Carmen ist von erstaunlicher Aktualität. Für sie ist Freiheit das höchste Gut, auch – und gerade – in der Liebe. Sie nimmt sich das Recht, ihre Partner zu wählen und zu verlassen, wann immer sie es will: radikal frei, kompromisslos und unbestechlich.
Jiří Pokorný choreografiert zur Musik von Rodion Schtschedrin, der Bizets Opernmusik zu einer abendfüllenden Tanzmusik für Streichorchester und Schlaginstrumente arrangierte. Zusätzlich hat der Choreograf Musik beim Komponisten Davidson Jaconello in Auftrag gegeben, die dem Abend auch musikalisch eine zeitgenössische Dimension gibt.
Hinweis: In der Aufführung werden stroboskopartige Lichteffekte verwendet.