«Schwarzbrot» kombiniert mit «Austern und Kaviar», also heimische Folklore gepaart mit klassischer Musik – so beschrieb der Norweger Edvard Grieg selbst sein einziges Instrumentalkonzert, das Klavierkonzert a-Moll, mit dem ihm 1869 mit nur 25 Jahren ein rauschender Erfolg und der grosse Durchbruch beschieden war. Seither gilt das Werk als eines der zentralen Bravourstücke des Repertoires, welchem sich in Bern die deutsch-japanische Starpianistin Alice Sara Ott widmen wird. Nur fünf Jahre später erschuf Modest Mussorgsky seinen Klavierzyklus Bilder einer Ausstellung, bei welchem er Zeichnungen und Gemälde seines kurz zuvor verstorbenen Freundes Viktor Hartmann in Töne übertrug und dem Maler und Architekten so ein musikalisches Denkmal setzte. Das Werk wurde vom Klangfarbenzauberer Maurice Ravel schliesslich in schillernde Orchesterfarben gesetzt. Ein schonungsloses Porträt des Grauens hingegen zeichnet der polnische Komponist Krzysztof Penderecki in «Threnos. Den Opfern von Hiroshima» aus dem Jahre 1961. Das Werk ist dem Gedenken der Opfer des Atombombenabwurfs auf Hiroshima gewidmet und ein Aufschrei gegen Krieg und Zerstörung. Die musikalisch Leitung übernimmt Pendereckis Landsmann Krzysztof Urbański, der nach seinem umjubelten Bern-Debüt mit Schostakowitschs zehnter Symphonie in der vergangenen Spielzeit erneut in der Bundesstadt zu Gast ist.
Krzysztof Penderecki (1933 – 2020)
Threnos. Den Opfern von Hiroshima (1960/61) (8'37")
Edvard Grieg (1843 – 1907)
Konzert für Klavier und Orchester a-Moll op. 16 (1868) (30')
Modest Mussorgsky (1839 – 1881)
Bilder einer Ausstellung (Orchesterfassung von Maurice Ravel) (1874/1922) (35')
Konzerteinführung
Pavel B. Jiracek
Do 30.05.24 18:30
Fr 31.05.24 18:30
Casino Bern, Salon Bernois
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