Bis uns die Luft ausgeht entwirft eine düstere Zukunft, in der die Erde unbewohnbar geworden ist und die letzten Menschen im Bunker „Gaia“ leben. Dort hat sich eine streng hierarchische Gesellschaft gebildet: die privilegierten „Falter“ herrschen über die „Bienen“ und die ausgebeuteten „Ameisen“. Im Zentrum des Stücks stehen politische und soziale Umbrüche. Vor allem die jüngere Generation beginnt, die Ungleichheit und Unterdrückung zu hinterfragen. Während unter den Ameisen ein Aufstand heranwächst, versucht der Anführer Heinrich Gölderli mit Gewalt, seine Macht zu sichern. Doch als seine eigene Tochter sich den Rebellen anschliesst und sich mit der Schülerin Simone anfreundet, gerät das patriarchale System ins Wanken. Ob der Aufbruch in eine gerechtere Zukunft gelingt oder ob den verzweifelten Jugendlichen am Ende die Luft ausgeht, bleibt offen…
Das Stück wurde vom Schauspielclub „Die Autonomen“ selbst entwickelt und geschrieben. Die Jugendlichen haben sich während des Prozesses – von Oktober 2025 bis Juni 2026 – mit aktuellen politischen Strömungen sowie mit historischen, ungerechten patriarchalen Strukturen auseinandergesetzt. Dabei sind auch Perspektiven eingeflossen, die von eigenen Erfahrungen mit Klassismus und deprivilegierten Lebensrealitäten geprägt sind.