Hélène Grimaud hat gleich mehrere Begabungen: Als Pianistin ist sie auf allen grossen Konzertpodien der Welt zu Hause und hat es mit ihren preisgekrönten CD-Einspielungen bis in die Charts geschafft. Daneben ist sie Bestsellerautorin, Menschenrechtsaktivistin und nicht zuletzt Gründerin des Wolf Conservation Center in New York, das sich der Zucht und dem Schutz von Wölfen widmet. Zu einem «Wolferl» jedoch pflegt Grimaud eine ganz besondere Beziehung: zu Wolfgang Amadeus Mozart! Dessen Klavierkonzert KV 466 ist das erste von nur zwei (aus über zwanzig!) Klavierkonzerten, das Mozart in Moll komponiert hat. In seiner emotionalen Tiefe und Abkehr von gängigen Unterhaltungsidealen gilt es als ein Wendepunkt in Mozarts Schaffen und übte auf nachfolgende Komponist*innen wie etwa Beethoven grossen Einfluss aus. Wie Mozart war auch Gustav Mahler seiner Zeit oft voraus. Mit Mahlers fünfter Symphonie und ihrem Spiel mit emotionalen Gegensätzen konnte das Publikum seinerzeit wenig anfangen, sodass Mahler verzweifelt schrieb: «Die Fünfte ist ein verfluchtes Werk. Niemand capiert sie.» Heute gilt die Fünfte als Mahlers wohl populärste Symphonie, nicht zuletzt dank der Verwendung des Adagietto-Satzes in Luchino Viscontis Film Tod in Venedig. Enrique Mazzola, u. a. Musikdirektor der Lyric Opera Chicago und in Bern bereits mehrfach umjubelter Gast, kehrt mit dem 2. Symphoniekonzert in die Bundesstadt zurück!
Wolfgang Amadeus Mozart (1756 – 1791)
Konzert für Klavier und Orchester d-Moll KV 466 (1785) (32')
Gustav Mahler (1860 – 1911)
Symphonie Nr. 5 cis-Moll (1901 – 04, rev. 1911) (75')
Konzerteinführung
Pavel B. Jiracek
Do 19.10.23 18:30
Fr 20.10.23 18:30
Casino Bern, Salon Bernois
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